Anglerglück auf der letzen Etappe

Nach den letzten Tagen im Gebirge ging es mit einem großen Sprung von Idre nach Karlstad am Vänernsee. Wir mussten dort die LPG Tankstelle anfahren und wählten daher die Stadt als Zwischenstopp. Sie tauchte allerdings in keinem unserer Reiseführer auf und wahrscheinlich wird sie auch nie in einem Reiseführer auftauchen. Wir hatten Glück und kamen 5 Minuten vor Schließung an der Tankstelle an. Danach sind wir schnell wieder aus der Stadt zu einem Stellplatz etwas südlich vom Vänernsee herausgefahren. Dieser lag etwas urban, aber eigentlich ganz schön an einer offiziellen Badestelle mit Steg, Feuerstelle und kleinem Spielplatz.

Am nächsten Morgen hatten wir dann Glück. Nach mehreren erfolglosen Angelversuchen im Gebirge, hatte unser Kleiner die Angel einfach ein bisschen direkt am Steg ins Wasser gehalten und plötzlich rief er… „ich glaube ich habe einen Fisch gefangen“. Der erste mittelgroße Barsch – 30 cm lang.

Wir machten den Fisch küchenfertig und legten ihn erstmal in den Kühlschrank. Danach ging es dann das letzte Stück quer durchs Land an die Westküste. Auf der halben Strecke machten wir einen kleinen Zwischenstopp schauten uns Steinritzungen an, die hier in der Gegend sehr häufig vorkommen sollen und sonderbare Kühe in Zebrastreifenmuster.

Es gefiel uns hier sehr gut und ganz in der Nähe gab es einen netten Campingplatz. Wir steuerten spontan den Platz an und verbrachten den Abend mit Angeln. Wir hatten nochmal Glück und der zweite Fisch, auch ein Barsch, etwa 2cm kleiner als der Erste, biß an. Auch diesen Fisch machten wir küchenfertig und grillten beide zum Abendessen. Sehr lecker! Die schwedische Küche ist nichts Besonderes, aber wenn man so leckeren, frischen Fisch fast überall angeln kann, braucht es gar nicht viel mehr.

Wir haben uns ein bisschen spät durchgerungen auch eine Angel zu kaufen, aber andererseits hätten wir vielleicht dann den ganzen Urlaub nur noch geangelt und nichts mehr anderes gesehen.

Nach diesem ungeplanten, aber schönen Zwischenstopp ging es nun endlich an die Westküste nach Strömstad, einem richtig kleinen und schönem Hafenstädtchen.

Nach einem leckeren Eis und einem kleinen Spaziergang durch die Stadt fuhren wir an den Rand von einem kleinen Naturschutzgebiet mit einer tollen Badestelle. Im Vergleich zur „Süßwasser-Ostsee“ roch es hier richtig nach Meer und nach dem Baden spürte man das Salz auf der Haut. So muss ein Meer doch irgendwie auch sein. Finde ich.

Am nächste Morgen ging es dann wieder ein Stück weiter in Richtung Süden die Westküste runter. Wir machten einen Halt am Museum Vitlycke, das ein Wissens- und Erlebniszentrum für das Welterbe Tanum mit seinen über 600 Fundstellen mit Felszeichnungen ist.

Die Westküste in Schweden ist auch bekannt für seine Fjorde. Auch wenn man sie mit den norwegischen Fjorden vielleicht nicht vergleichen kann, verbrachten wir zwei tolle Tage mit relativ warmen Wassertemperaturen, Krabbenangeln (und wieder freilassen) und leider nicht erfolgreichem Angeln am Åbyfjord.

Das waren zwei wirklich schöne Tage unserer langen Reise durch Schweden. Den letzten Stopp zwischen Göteborg und Malmö nutzten wir nur zur Übernachtung und dann ging es diesmal nicht mit der Fähre über die Grenze, sondern über die Öresundbrücke nach Dänemark.

Auch von dieser letzten Etappe gibt es hier wieder ein Fotoalbum.

Und von unserer gesamten Zeit in Schweden, nach 8.300km im Laufkäfer und 79 Übernachtungen, habe ich hier eine Auswahl von 50 Fotos eingestellt.

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